Fotocredit:
Lukas Städler
29.10.2026
Einlass:
18:30
Uhr
Beginn:
19:00
Uhr

25. Ersan Mondtag

Ersan Mondtag ist ein interdisziplinärer Künstler und zählt zu den profiliertesten Theatermachern seiner Generation. 1987 in Berlin geboren, wuchs er als Sohn türkischer Gastarbeiter in Berlin-Neukölln auf. Heute arbeitet er international als Regisseur sowie Bühnen- und Kostümbildner und entwickelt zugleich eine eigenständige bildkünstlerische Praxis zwischen Skulptur, Installation, Film und Performance. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage, wie sich Geschichte in Körpern, Materialien und Räumen einschreibt. Holz, Stoff, Metall oder architektonische Fragmente werden bei ihm zu Trägern von Erinnerung, Verletzlichkeit und gesellschaftlichen Konflikten. Seine oft überwältigenden Raumkompositionen verbinden persönliche Biografien mit kollektiven Erfahrungen und erzählen von Identität, Macht, Begehren und Ausgrenzung.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Mondtag 2024 mit Monumente eines unbekannten Menschen, einer gemeinsam mit Yael Bartana entwickelten Arbeit für den Deutschen Pavillon der Venedig Biennale. Ausgehend von der Geschichte seines Großvaters verband die Installation Film, Skulptur und Performance zu einem begehbaren Erinnerungsraum. Auch im Theater setzt Mondtag auf radikale Bildwelten und ungewöhnliche Inszenierungen. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und viermal zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Bei den Salzburger Festspielen verlegte er im August die Strauss-Oper "Ariadne auf Naxos" auf den Mars. Zur Berlin Art Week inszenierte er die Performance "Alternde Meister". Eine Koproduktion des Berliner Ensembles mit der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Bis Ende Oktober läuft noch seine Solo-Ausstellung "Dispair" in der Berliner Galerie Dittrich & Schlechtriem. Am 5. November feiert sein "Hamlet" am Berliner Ensemble Premiere. Dachach folgen weitere große Theaterprojekte u.a. an der Burg in Wien.

Beim Salon Schinkelplatz spricht Manuel Koch mit dem Künstler über die Grenzen zwischen Theater und bildender Kunst, über Räume, persönliche Geschichten, gesellschaftliche Machtverhältnisse, das Älterwerden und die "miserable Dramaturgie des Lebens".

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Einlass: Nur von 18:30 bis 18:45 Uhr, Start: 19:00 Uhr, Empfang mit Getränken und Snacks: 20-21 Uhr.

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